Städte und Dörfer sind die Hauptaufenthaltsräume der menschlichen Gesellschaft. Ihre Verfremdung als Bestandteil der Natur hat vielerorts begonnen und ist so schnell wie möglich zu stoppen. Überdimensionale Termitenansammlungen oder Wohnwaben sind nicht die Orte der Erholung und Kultur. Der Kontakt zur Natur ist teilweise abgebrochen. Die erregenden Lichtenergien Rot und Gelb überdecken die beruhigenden Farben Grün und Blau und führen zu einer starken psychologischen Erregungskraft und der Schwächung der physiologischen Aktivität.

Dem entgegenzuwirken ist das Bestreben bei der Planung von Verkehrsanlagen. Besonders in den Altstadtteilen befinden sich Baulichkeiten, in denen alte Bausubstanz zusammengebrochen und beräumt ist. Andererseits sind Eigentumsverhältnisse nicht geklärt. Die Begrünung dieser Flächen, wenn sie auch nur vorübergehend ist, verändert das Stadtbild, lässt ökologische Nischen entstehen und Schandflecken vergessen. Dieses Verständnis muss in den politischen Gremien fundamentiert werden, damit es nicht bei jeder Projektvorstellung zu Diskussionen kommt, wenn im geplanten Straßenabschnitt plötzlich ein Baum vorgesehen ist.

Die Planung der Freianlagen im Ingenieurbüro ist vielseitig, sie beginnt in dem Straßenbegleitgrün und der Bepflanzung von Nischen, führt über die Rekultivierung von brach liegenden Flächen der Deponien und Sanierungsflächen bis zu Parkanlagen und Sport- und Campingplätzen. Für die Unteren Naturschutzbehörden des Landkreises sind und werden Biotope geplant und ehemalige Feuchtgebiete renaturiert.

 
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